Archiv für März 2008

Dunkel wird die Nacht

Dunkel wird die Nacht
Lang fallen die Schatten
Leise wird das Herz
Die Hand sie zittert
Hart dringt die Kälte durch die Kleider
Keine Zuflucht weit und breit
Vergessen von der Welt
Einsam wie der letzte Mensch auf Erden
Keine schützende Nähe
Keine Hand die hält
Keine Arme die wärmen
Schwarz ringsum und Schweigen

Als „Text im Bild“

Der Koloss wankt

Keiner konnt’ es ahnen, doch ist es passiert
und so sind sie heute alle ungeniert.
Weil es bröckelt, weil es kracht
ahnt man: Los geht’s heute Nacht.

Der Koloss wankt.

Man hörte ihn nicht schon geraume Zeit;
dennoch hielt man ihn vor dem Sturz gefeit.
Wie falsch das war, wie schön das ist,
dort zeigt sich der erste Riss.

Der Koloss wankt.

Tanzen und Fröhlichkeit, nehmt euch bei der Hand!
So hört man die Rufe in dem ganzen Land.
Was ist mit der Gefahr? – Kümmert euch nicht.
Der uns so quälte verliert das Gesicht.

Der Koloss wankt.

Splittern hört man’s, bersten tut’s,
Leute, seid frohen Muts,
Freiheit haben wir erlangt, endlich nun,
und wir brauchten dazu gar nichts zu tun.

Der Koloss stürzt.

Stille wurd’s, stille blieb’s. Der Staub verzog.
Schrecken kam auf: Ob nicht der Anblick trog?
Denn hier lagen alle, die gefeiert noch,
jetzt auch im Tode unter des Kolosses Joch.

Architektur

Die Mauern
Überstehen die Stürme
Überstehen Kriege
Und den Lauf.
Den Lauf der Zeit.

Diese Türen
Sind Eingänge
Für wundervolle Schätze
Gespeichert .
Für das Ende der Zeit.

Diese Türme
Ragen hoch
In den Himmel.
Sie sind aus
Einer anderen Zeit.

Diese Kunstwerke,
Architektonische Wunder
Bergen unzählige
Menschen. Geben ihnen Platz.
Für alle Zeit.

Die Farbe Rot

Ob nun Liebe
oder doch nur das Blut.

Ob nun Zorn
oder doch nur die Wut.

Die Farbe Rot
Ist ominpräsent.