Schwarz ruht die Nacht; sie liegt sanft auf den Wäldern.
Sorgsam bedacht sind Kiefern und Felbern.
Ein Käuzchen ruft, sonst ist alles still:
Der Mond scheint heut’ nicht, weil er nicht will.
Zwei Gestalten am Moosbett, sie brauchen kein Licht -
denn Tastsinn hat man (oder auch nicht).
Hände und Lippen erkunden den andern
während im Wald kleine Tiere wandern:
Von ihren Höhlen in den Magen vom Käuzchen
so enden auch die mit possierlichen Schnäuzchen.
Das Menschenpaar ist derweil noch recht heiter -
in neun Monaten seh’n wir dann weiter;
denn in ein so naturnah’s Gedicht
passte nunmal kein Gummi nicht.
Es bleibt zum Schluss noch die Moral:
Kleintiere gibt es ohne Zahl,
drum darf man sie verspeisen lassen
während sich Menschen zärtlich fassen -
das Käuzchen steigt dabei gut aus
und fliegt im Dunkeln satt nach Haus.
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