Bahnhofshalle

Die Züge fahren
ein und aus:
bis auf den letzten Platz
vollgepropft mit Leuten,
die anderswohin wollen
oder müssen.

Ich stehe alleine
in der Bahnhofshalle.
Bleibe hier:
stundenlang,
tagelang,
vielleicht für immer.

Du hast gesagt,
du kommst wieder,
als du damals
weggefahren bist.
Ich warte
immer noch.

Die Rücklichter
jedes Zuges
sind für mich die,
die ich mit dir
verschwinden sah.
Vor so langer Zeit.

Irgendwer hat gestern
nach meinem Pass gefragt;
man hat Verwandte
kontaktiert;
sie kommen mich zu holen.
Dabei hole doch ich dich ab
wenn du wiederkommst.

Und du kommst doch
wieder? Ja?
Sie müssen mich
aus dem Bahnhof zerren.
Sie bringen mich weg
als dein Zug einfährt.

Es ist dein Zug;
ich weiß es.
Ganz gewiss.
Ich will zurück,
dich begrüßen.
Sie lassen mich nicht.

Sie sagen,
du kämst nicht mehr,
nie mehr.
Weil dein Zug damals
verunglückt ist.
Das stimmt doch nicht.

Das stimmt doch nicht.

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