Archiv für Oktober 2008

Bluttot.

Da kommt er,
Leise schleicht er sich an.
Man hört ihn kaum.
Er berührt dich,
Ohne dass du es merkst.
Er legt den Arm um dich.
Und du fühlst dich wohl.
Und am Höhepunkt dieses Gefühls.
Zückt er das Messer.
Und schneidet dir.
Die Kehle durch.

Das Blut spritzt,
Und färbt den Boden.
Färbt deine Kleidung.
Und färbt die Zeit.
Und der Herbst
Hat eine Farbe mehr.
Blutrot nennt man es.
Und du sinkst.
Tot zu Boden.
Er hat.
Seine Aufgabe.
Erfüllt.

Vielen Dank.

Poesie? Wohl kaum. Kam mir nur so in den Sinn.

Hoffnung

Hoffnung
der Hoffnungslosen
ein winziges Stück nur.

Hoffnung
was immer es sein mag
ein kleines bisschen.

Hoffnung
ein Funken
fast nicht zu sehen.

Hoffnung
ein Mythos
ein schöner und alter.

Hoffnung
worauf und wozu
die ewige Frage.

Hoffnung
sehr zart
oft nicht zu spüren.

Hoffnung
schließlich doch erfüllt
vielleicht.

Kitschige Lieder

Ich schreibe kitschige Lieder
von Liebe und so’ nem Scheiß.
Motive kehr’n immer wieder
weil ich nix Besseres weiß.

Ich bin halt meschugge, so denkt ihr -
romantisch, verblödet und jung -
und euere Blicke lenkt ihr
voll Spott auf mein’n Überschwung.

„Verliebt will sie sein? – Wir lachen! -
Sie weiß ja nicht mal was sie fühlt
und dichtet schnulzige Sachen
von einem, der’s Herz aufwühlt.“

Ich schreibe kitschige Lieder
von Liebe und so’ nem Scheiß.
Und ja, ich tu’s immer wieder
weil ich nix Schöneres weiß.

Genug Liebe. Genug davon.

Vergiss doch bitte die.
Die Liebe.
Mit all ihren Worten.
Von.
Von ewig. Und für immer.
Von wir beide und. Und nur wir.
Vergiss diesen Traum.
Des Schwerelosen.

Liebe macht nicht.
Nicht schwerelos.
Nur der Traum, der Wunsch.
Der Wunschgedanke selbst.
Auf einmal geliebt zu werden.
Geliebt für all die Dinge.
Die man an einem selbst hasst.
Hasst, weil sie schwach machen.
Und dabei macht uns doch nur die Liebe noch schwächer.
Angreifbarer.
Einsamer.

Liebe ist falsch.
Nichts ist schmerzhafter wie.
Nichts ist einsamer wie.
Nichts ist wie die Liebe.
Die Liebe.

Die Liebe.

Sie tut weh. Sie nimmt weg.
Sie stiehlt Zeit, sie vereinnahmt.
Sie verändert dich.
Von Grund auf.
Kaum noch zu erkennen.
Die Liebe.
Ein Traum.

Der wunderschönste Traum der.
Der Welt.
Kaum erklärbar in Worten.
So schön, und so unglaublich.
Das höchste zu erreichende Gefühl.
Die Liebe.

Solange es noch Schmetterlinge gibt.

Verschwinden.

Manchmal spürt man die Nacht und das Leben und.
Möchte verschwinden.
Sich auflösen.
Weg sein.
Für immer.
Für immer.

Und ewig.

Nie mehr kommen.
Niemanden mehr sehen.
Sich um nichts mehr kümmern.
Nichts verstehen.

Einfach nur weg sein.
Sich auflösen.
Nur mehr verschwinden.
Bis.
Bis.

Ewig.
Auf ewig.
Auf ewig verschwunden.

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