War einst ein Prinz, saß am Meeresstrande,
blickte weit aus, besah sich die Lande,
fand sie sehr schön und wollt’ sie bereisen,
ließ die Gedanken stets darum kreisen.
Er träumte sich an die prächtigsten Orte,
sah Städte der beeindruckensten Sorte,
traf Menschen, so fremd und doch so vertraut:
Nie, meint’ er, hätt’ er Schöneres geschaut.
Doch plötzlich ereilte den Prinzen die Not:
Prinz war er nicht länger, sein Vater tot.
König wurd’ er, sollt Verantwortung tragen
und dafür dem Träumen für immer entsagen.
Klug sollte er sein und weise entscheiden,
doch mocht’ er des Hofes Enge nicht leiden.
Nicht meinte er, dass er der König sei -
vielmehr Gefang’ner. Die Zeit flog vorbei.
War einst ein König, saß am gold’nen Throne,
fragte sich, ob denn das Träumen lohne.
Nie mehr besah er die Lande; das Meer
war entschwunden. Manchmal seufzte er schwer.
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