Archiv der Kategorie 'Leben'

You hurt

Everything you do,
everything you say,
every word from your lips
stabs my little heart,
my little frightened heart.

Do you know I once loved you?
Truly loved you in my way.
And now I cling to you
despite all the pain you cause,
despite all the stitches.

What do I hope for?
Do I want the pain to cease
or to continue -
just to let me feel you’re there at all?
Love. You hurt.

Des Prinzen Traum

War einst ein Prinz, saß am Meeresstrande,
blickte weit aus, besah sich die Lande,
fand sie sehr schön und wollt’ sie bereisen,
ließ die Gedanken stets darum kreisen.

Er träumte sich an die prächtigsten Orte,
sah Städte der beeindruckensten Sorte,
traf Menschen, so fremd und doch so vertraut:
Nie, meint’ er, hätt’ er Schöneres geschaut.

Doch plötzlich ereilte den Prinzen die Not:
Prinz war er nicht länger, sein Vater tot.
König wurd’ er, sollt Verantwortung tragen
und dafür dem Träumen für immer entsagen.

Klug sollte er sein und weise entscheiden,
doch mocht’ er des Hofes Enge nicht leiden.
Nicht meinte er, dass er der König sei -
vielmehr Gefang’ner. Die Zeit flog vorbei.

War einst ein König, saß am gold’nen Throne,
fragte sich, ob denn das Träumen lohne.
Nie mehr besah er die Lande; das Meer
war entschwunden. Manchmal seufzte er schwer.

Altjahrstag

Wir stehen an der Senke dieses Jahres
und seh’n wie sich das nächste hebt:
Sein Gipfel, unseren Blicken noch enthoben,
ist doch mit unseren Wünschen schon belebt.

Wir wenden uns, betrachten leise
das alte Jahr, das aufgeblättert vor uns liegt:
Nun wissend, was die Reise durch es brachte
und wieviel die Erinn’rung wiegt.

Das Schöne und das Traurige verschmelzen
zu einem einz’gen Bild des alten Jahres:
Nimm das Andenken nur an dich,
fest halt es und bewahr es.

One Year Over

So one year’s over
Over and over again
So another year’s gone
And never comes back
So I feel ‘lone
Unless I feel you
So I’m in love
But are you, too?

So this year’s over
And stays in mind
So you’re away
But in my heart
So you’re not mine
But I am yours.

Janus

Die Welt zu Füßen, das Leben vor dir,
jauchzen und schreien: Ja, ich bin hier!
Nichts kann dich bremsen, alles gelingt,
nichts ist unmöglich, so seltsam das klingt.

Alle Chancen verbraten, alle Wege vertan,
soviel zu ändern, wo fängst du bloß an?
Die Blicke, sie richten sich stets nur zurück,
du bist zwar noch jung, doch wo ist dein Glück?

Nach hinten und vorn geh’n deine Gesichter:
Wird es dort dunkel, wird es da lichter.
Zerrissen bist du wie ein Fuchs von der Meute -
lebst überall, bloß nicht im Hier und Heute.

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