Archiv der Kategorie 'Tod'

Bluttot.

Da kommt er,
Leise schleicht er sich an.
Man hört ihn kaum.
Er berührt dich,
Ohne dass du es merkst.
Er legt den Arm um dich.
Und du fühlst dich wohl.
Und am Höhepunkt dieses Gefühls.
Zückt er das Messer.
Und schneidet dir.
Die Kehle durch.

Das Blut spritzt,
Und färbt den Boden.
Färbt deine Kleidung.
Und färbt die Zeit.
Und der Herbst
Hat eine Farbe mehr.
Blutrot nennt man es.
Und du sinkst.
Tot zu Boden.
Er hat.
Seine Aufgabe.
Erfüllt.

Vielen Dank.

Poesie? Wohl kaum. Kam mir nur so in den Sinn.

En retard.

C’est en retard, mon chérie. En retard
Ma vie, c’est indescriptible.
Mes rêves, ce sont grandes. Mais.
C’est en retard, mon chérie. En retard.

Je voudrais être mort, mon chérie. Être mort.
Parce que la fin est proche.
Et toi, tu as détruit ma vie.
Je voudrais être mort, mon chérie. Être mort.

J’ai aimé le son de ton timbre, mon chérie. Le son.
Je voudrais t’écouter tout le temps.
Je voudrais parler avec toi, mais. C’est impossible.
J’ai aimé le son de ton timbre, mon chérie. Le son.

Mais.
Mais.
C’est en retard, mon chérie. En retard.
Être mort, mon chérie.

Être mort.

Mal etwas auf Französisch.

Bahnhofshalle

Die Züge fahren
ein und aus:
bis auf den letzten Platz
vollgepropft mit Leuten,
die anderswohin wollen
oder müssen.

Ich stehe alleine
in der Bahnhofshalle.
Bleibe hier:
stundenlang,
tagelang,
vielleicht für immer.

Du hast gesagt,
du kommst wieder,
als du damals
weggefahren bist.
Ich warte
immer noch.

Die Rücklichter
jedes Zuges
sind für mich die,
die ich mit dir
verschwinden sah.
Vor so langer Zeit.

Irgendwer hat gestern
nach meinem Pass gefragt;
man hat Verwandte
kontaktiert;
sie kommen mich zu holen.
Dabei hole doch ich dich ab
wenn du wiederkommst.

Und du kommst doch
wieder? Ja?
Sie müssen mich
aus dem Bahnhof zerren.
Sie bringen mich weg
als dein Zug einfährt.

Es ist dein Zug;
ich weiß es.
Ganz gewiss.
Ich will zurück,
dich begrüßen.
Sie lassen mich nicht.

Sie sagen,
du kämst nicht mehr,
nie mehr.
Weil dein Zug damals
verunglückt ist.
Das stimmt doch nicht.

Das stimmt doch nicht.

Wiedergefunden aus 2004

Die Nacht ist schon vergangen,
der Himmel noch verhangen
mit Wolken weiß und grau.
Und dass ich mich erhebe
und wieder weiterlebe –
frag’ mich: Warum genau?

Away

Away
Everything’s just away
Nothing left
Only the breath of
You.

Alone
Nobody’s here
Waiting for you
Dreaming with you
Nobody.

Calm
No sound
Any spoken word
Only the silence.
The silence and me.

Sad
The ignorance of my
head, the stupidity
of my heart
You. And the pain

The pain is real
No fake, no dream
Like a knife or a
fork in my hand.
Forever.

But time changes
And people will die
Die in my memory
Die in my heart.
Forever. I hope.

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